Box 5.0

Übersicht

Du hast meine Box gesehen und bist über den QR-Code hierher bekommen um mehr zu erfahren? Dann bist du hier genau richtig. Diese Seite dokumentiert die Entwicklung und Entstehungsgeschichte der selbstfahrenden "Box 5.0" sowie der zugehörigen Musikboxen. Der Weg von der ersten Box bis zur aktuellen Version ist wahrlich eine Reise durch die Zeit der Technikentwicklung. Auf dieser Reise habe ich auch Fehler gemacht und viele Dinge via Trail&Error autodidaktisch erlernt.

Bilder vom aktuellen Stand

Box 5.0 / Musikboxen:

Vorderseite
Gesamtansicht
Rückseite

Box 5.0 / BoxCar 2.0:

Vorderseite
Seitenansicht
Rückseite

Motivation

Die Entwicklungsgeschichte in diesem Abschnitt ist nur ein kurzer Abriss. Alle Details sind im Changelog aufgelistet.

Die Entstehungsgeschichte beginnt mit einer akkubetriebenen Musikbox etwa im Jahre 2005. Dies war zu einer Zeit, als es noch keine tragbaren Bluetooth-Boxen an jeder Ecke gab. Das iPhone – und damit die Smartphoneära – war noch nicht geboren, und Bluetooth mit seinem SBC-Codec und A2DP-Audioübertragung wurde gerade erst vorgestellt.

Nachdem bei Umbauten an dieser ersten Musikbox der Verstärker zerstört wurde, begann in 2006 die Entwicklung der Version 2.0. Mit dem neuen Formfaktor sollten einige Nachteile der ersten Version adressiert werden, letztendlich war diese Version aber die schlechteste von allen.

In 2008 ging die Entwicklung dann mit Version 3.0 weiter, welche während des meines Studiums rege Anwendung auf den Semesterfahren fand. Zum besseren Transport existierten verschiedene Unterbauten mit Rädern, welche bis zur finalen Ausbaustufe zu nahezu jeder Semesterfahrt modifiziert wurden.

Hieraus entstand letztendlich die Idee, eine Box zu bauen, die aus eigener Kraft fahren kann. Somit entstand 2013 Version 4.0 auf der Basis eines Kinder-Elektroautos. Leider war die Konstruktion aus OSB-Platten viel zu schwer und der Antrieb mit 70W viel zu schwach. Weiterhin stellte sich die feste Kopplung von Fahrzeug und Musikboxen als erheblicher Nachteil heraus.

Mit den bisherigen Erfahrungen ging es also zurück ans Zeichenbrenn. In 2016 begannen die arbeiten an der bisher besten Version: Box 5.0.

Anforderungen an die Version 5.0

Aus den Erfahrungen aller vorherigen Versionen gingen einige Anforderungen für die fünfte Version hervor:

Musikboxen:

Einige Funktionen die letztendlich noch hinzugekommen sind, wie z.B. TWS-Bluetooth-Streaming, waren zum Bauzeitpunkt noch kein Thema, wurden aber später vervollständigt.

Fahrzeug:

Technische Daten und Funktionen

Dieser Abschnitt gibt den finalen technischen Stand wieder. Einige Funktionen wurden erst später hinzugefügt. Für mehr Details siehe Version 5.0 im Changelog.

Musikboxen

Die Musikboxen existieren in zwei Exemplaren welche technisch im wesentlichen identisch sind. Sie bilden ein Stereopaar, können jedoch auch einzeln als Mono-Lautsprecher verwendet werden. Optisch ist die Front symetrisch gespiegelt, die Rückseite aber identisch aufgebaut.

Die Besonderheit für den Stereobetrieb mit beiden Boxen liegt in der Verkabelung der Audio-Leitungen: Der linke AUX-Eingang gibt bei beiden Boxen jeweils den linken Kanal wieder. Auf der rechten AUX-Buchse sind die Kanäle gegenüber der linken vertauscht, so dass bei Nutzung dieser Buchse der rechte Kanal wiedergegeben wird.

Durch eine Verbindung von der rechten Buchse der ersten Box zur linken Buchse der zweiten Box wird ein Stereopaar hergestellt, welches entweder über einen der verbleibenden AUX-Eingänge oder via Bluetooth angesteuert werden kann. Im Bluetooth-Modus kann allerdings durch TrueWirelessStereo (TWS) auf das Verbindungskabel gänzlich verzichtet werden.

Fahrzeug

Die Größe sollte in etwa der Vorversion entsprechen, mit der Möglichkeit neben den Boxen aber auch noch eine Person transportieren zu können, stieg die Anforderung hinsichtlich der Fahrwerksstabilität und der Leistung erheblich. Das kalkulierte zulässige Gewicht liegt bei etwa 200kg (50kg Eigengewicht + 100kg Fahrer + 30kg Musikboxen + bis zu 20kg weitere Zuladung). Die Entscheidung fiel damit auf eBike-Nabenmotoren, welche zum damaligen Zeitpunkt auf ebay gerade günstig gebraucht zu bekommen waren. Fahrradräder sollten dieser Belastung ebenfalls stand halten können.

Eine mechanische Lenkung unter der Belastung von bis zu 200kg mit Fernsteuerung stellt da schon eher eine Herrausforderung dar. Stattdessen werden zum lenken die beiden 20-Zoll-Antriebsräder individuell gesteuert. Die nachlaufenden kleinen Räder unter der Ladefläche können sich wie bei einem Einkaufswagen frei drehen.

Changelog

Dieser Abschnitt zeigt alle Versionen als Zeitlinie im Überblick, gefolgt von Bildern zu jeder Box.

Juni 2005
Version 1.0
Geburtsstunde einer Ära
Januar 2006
Version 1.1
Speaker-Zuwachs
Juni 2006
Version 2.0
Alle Speaker an die Front
April 2008
Version 3.0
Schickt das Autoradio im Bierkasten-Format an die Macht
Oktober 2009
Version 3.1
Lass die Kiste rollen
Mai 2010
Version 3.2
AUX-Eingang an die Macht
Oktober 2010
Version 3.3
Wir brauchen mehr Bass und mehr Stauraum
Oktober 2011
Version 3.4
Auf die Sackkarre, fertig, los
September 2012
Version 3.5
Aus Netbook wird Netbox
Mai 2013
Version 4.0
"Bau doch mal etwas, dass selbst fährt"
Oktober 2013
Version 4.1
Effizienz & erste blaue Zähne
August 2016
Version 5.0
Eine neue Ära
August 2017
Version 5.1
Hotfix
Juni 2018
Version 5.2
Strom-Update & blaue Zähne
April 2019
Version 5.3
Wireless-Stereo Fail #1
August 2020
Version 5.4
Wireless-Stereo Fail #2
August 2021
Version 5.5
TrueWirelessStereo

Bildübersicht aller Boxen:

Box 1.0
Version 1.0
Box 1.1
Version 1.1
Box 2.0
Version 2.0
Box 3.0
Version 3.0
Box 3.1
Version 3.1
Box 3.2
Version 3.2
Box 3.3
Version 3.3
Box 3.4
Version 3.4
Box 3.5
Version 3.5
Box 4.0
Version 4.0 / BoxCar 1.0
Musikbox 5.0
Version 5.0 / Musikbox
Box 5.0 / BoxCar 2.0
Version 5.0 / BoxCar 2.0

Box 1.0

Die erste Version hatte die Größe eines Bierkastens, allerdings in senkrechter Form. Die Lautsprecher waren an zwei benachbarten Seiten angebracht, wodurch sich eine Abstrahlung über 90° ergab.

Die Konstruktion bestand im Inneren aus Holzklötzen in den acht Ecken, über die die Seitenplatten aus Sperrholz mit Schrauben zusammengehalten wurden. Für die äußere Ummantelung kamen Teppichreste mit gummierter Unterseite zum Einsatz. Die Kanten waren mit Alu-Leisten und Kisten-Ecken beschlagen.

Box 1.0
Version 1.0

Version 1.1

Erweiterung um zwei weitere Lautsprecher (17cm) an der Rückseite für mehr Leistung im Bass-Bereich.

Box 1.1
Version 1.1

Version 2.0

Entwicklung und Bau aufgrund von Zerstörung des Verstärkers aus Version 1.0. Diese Version sollte im Gegensatz zur ersten Version die Musik nicht mehr in alle vier Richtungen abstrahlen.

Die Konstruktion bestand im Inneren aus einem Dachlatten-Skelett, welches von allen Seiten mit Sperrholz als Wandmaterial belegt wurde. Für die äußere Ummantelung kamen wie auch bei der ersten Version Teppichreste zum Einsatz. Die Kanten waren ebenfalls wie bei der ersten Version mit Alu-Leisten und Kisten-Ecken beschlagen.

Fazit:

Die Version 2.0 hatte viele kleinere Probleme. Aufgrund der kurzen Lebensdauer gibt es auch kaum Bilder. Der Bau wurde buchstäblich an einem Nachmittag zusammengepfuscht. Die Verarbeitung war schlechter als in Version 1.0 und 3.0. Letzendlich führten die folgenden Probleme zur Entwicklung der dritten Version.

Box 2.0
Version 2.0

Schwachstellen:

Version 3.0

Wiedereinmal sollten die Schachstellen der Vorversion ausgebessert werden. Das Format der letzten Version war weniger praktisch und es gab eine Rückkehr zum Bierkasten-Format inkl. Rastkanten auf Ober- und Unterseite.

Statt einem Innenskelett wie bei der Vorversion bestand die Box nun aus einem Exoskelett aus 18mm Leimholzbrettern, untereinander verschraubt und verstärkt mit Winkeln. Die Fugen wurden mit Silikon abgedichtet und die äußere Ummantelung bestand aus PVC für einen besseren Schutz gegen Feuchtigkeit im Outdoor-Einsatz. Die Tiefton-Lautsprecher befanden sich nun an den Seiten, die Breitband- und Hochton-Lautsprecher an der Front. Ein guter Kompromiss hinsichtlich Platz und Audio-Abstrahlung. Alle Bedienelemente befanden sich an der Oberseite waren jedoch nach unten versenkt, so dass ein Brett oder weitere Kisten oben drauf gestapelt werden konnten ohne Anschlüsse oder Knöpfe zu beschädigen.

Die Audio-Steuerung sollte komplett über ein Autoradio laufen, um die Probleme der Vorversion zu umgehen. Hierdurch war auch ein Radio und MP3-CD-Player mit an Board – Smartphones mit großen Musiksammlungen waren zu dieser Zeit auch noch nicht selbstverständlich, von Online-Streaming ganz zu schweigen. Viele Teile wie die Tief- und Breitband-Lautsprecher, Frequenzweichen, Verstärker und Ladegerät wurden von den Vorversionen übernommen. Die Hochtöner wurden durch flachbündige ersetzt. Insgesamt sollten keine Teile zu weit aus der eigentlichen Kiste rausstehen (Problematik der abgebrochenen Hochtöner bei Version 2.0). Aus Platzgründen wurde auf einen Akku reduziert, dafür kamen jedoch andere Funktionen hinzu.

Planung:

Die Version 3.0 war auch die erste Version, deren Bau ordentlich geplant wurde:

Händische Zeichnung der Box 3.0
Erste Vision für Box 3.0
Gezeichneter Schaltplan
Was ist schon ein ordentlicher Schaltplan ...
Alle verkabelten Einzelkomponenten im unverbauten Zustand
... gegenüber der echten Verkabelung?

Bau der Holzkiste:

Mangels anderem Werkzeug wurden alle Bretter ausschließlich mit Handwerkzeugen bearbeitet. Dies war mit dem Loch-an-Loch-Verfahren für die Öffnungen der Boxen relativ aufwändig.

Brett mit Lochkreis #1
Die Erstellung der Boxen-Löcher ...
Handbohrmaschine
... mit einer Handbohrmaschine ...
Brett mit Lochkreis #2
... war viel Arbeit.

Zusammenbau:

Box teilweise mit PVC beschichtet
PVC-Beschichtung
Box von oben, offen, mit teilweise eingebauten Komponenten
Einbau der Komponenten
Box von vorne, Lautsprecher eingebaut
Die Front
Box von der Seite, Tiefton-Lautsprecher eingebaut
Die Seite
Box von unten, mit Rastleiste und Bass-Reflex-Loch
Der Boden

Fazit:

Die Substanz dieser Box-Version war gut und es folgten viele kleine Verbesserungen und Erweiterungen. Als fahrbarer Unterbau existierte zunächst Rollbrett, welches etwa halbjährlich mit jeder Semesterfahrt mutierte.

Box 3.0 wird zusammen mit Bierkasten auf dem Rollbrett geschoben
Version 3.0 mit Rollbrett

Version 3.1

Die Hauptänderung bestand aus einem neuen Rollbrett mit einer Stellfläche für zwei Boxen und großen Rädern an einer Seite. Die Musikbox blieb im Grunde unverändert.

Box 3.1
Version 3.1

Version 3.2

Der Unterbau wurde wieder einmal verändert: Diesmal wurden statt eines separaten Rollbrettes, die Räder direkt in einen Bierkasten integriert, welcher auch als Gepäckraum diente. Mit Handgriff und weiterem Seitenboard für ein 5l‑Bierfässchen war auch für die Getränkeversorgung gesorgt.

Auch die Musikbox erhielt eine wichtige Erweiterung: Die Idee mit dem Autoradio als primäre Audioverarbeitung und Verstärker war an sich gut gedacht, bei einem Ruhestromverbrauch von 1A war es aber nicht gerade sparsam, was sich negativ auf die Akku-Laufzeit auswirkte. Somit gab es wieder einen separaten AUX-Eingang der direkt auf die McFun-Verstärker ging.

Mittels eines Adapter-Brettes mit Halteblechen konnte auf der Box ein Netbook plaziert werden, welches über den AUX-Eingang als Musikquelle fungierte.

Box 3.2 auf Rollkasten bei mir zu Hause
Version 3.2 Vor dem ersten Einsatz
Close-Up auf ein Rad innerhalb des Bierkastens
Rad-Konstruktion
Draufsicht von oben auf alle Bedienelemente
Bedienelemente
Box 3.2 auf einem Bahngleis am Bonner HBf während einer Semesterfahrt
Semesterfahrt 2010
Box auf Wiese #1 bei Semesterfahrt
Semesterfahrt 2010
Box auf Wiese #2 bei Semesterfahrt
Semesterfahrt 2010

Version 3.3

Für eine bessere Basswiedergabe wurde eine separate Bass-Extension-Box entwickelt, die über einen eigenen Akku und Verstärker verfügte und mit der Hauptbox verbunden werden konnte.

Die bisherigen Rollbrettunterbauten waren meistens nur einmalig verwendet worden. Mit der neuen Bass-Extension-Box wurde auch eine passende Transport-Kiste entwickelt, welche neben den beiden Musikboxen auch das restliche Gepäck aufnehmen konnte. Die solide Holzbox hatte integrierte Rollen und ein Klappfach an der Vorderseite. Die Oberseite war im Maß 40x30cm und mit Rastkanten ausgestattet um die Musikboxen aufstapeln zu können.

Ansicht der Bedienelemente an der Oberseite der Box
Finale Konfiguration
Boxen-Turm mit Transport-Box, Bass-Extension und Box 3.0
Gesamtansicht mit Transport-Box und Bass-Extension
Haupt-Box mit Bass-Extension und Netbook
Typisches Setup

Version 3.3 / Transport-Kiste:

Die Transport-Kiste hat nur wenige Centimeter Bodenfreiheit und nutzt damit den verfügbaren Platz maximal aus. Der Laderaum erstreckt sich zwischen den Rollen bis zum Bodenbrett. Die Rollen konnten aus der letzten Version recycled werden. Alle Fugen sind mit Silikon abgedichtet.

Händische Planzeichnung der Transport-Box
Planzeichnung
Transport-Box von vorne
Front
Transport-Box von hinten
Rückseite
Transport-Box von unten, mit Sicht auf die Räder
Unterseite
Transport-Box Blick nach innen über die vordere Klappe
Laderaum

Version 3.3 / Bass-Extension-Box:

Gezeichneter Bauplan mit Maßen
Bauplan
Gezeichneter Schaltplan für die Bass-Extension-Box
Schaltplan
Teilweise zusammen gebaute Bass-Extension-Box aus nacktem Holz und Blick ins innere
Rohbau von innen
Zusammen gebaute Bass-Extension-Box aus nacktem Holz
Rohbau von außen
Box zur Hälfte mit PVC ummandelt
PVC-Ummantelung
Fertig zusammengebaute Bass-Extension-Box
Fertige Bass-Extension-Box

Version 3.4

Die finale Ausbaustufe der 3er-Versionsreihe. Die Audio-Boxen waren bereits mit Version 3.3 fertig und alle Schwachstellen wurden beseitigt.
Der Unterbau wurde auf eine Sackkarre geschnallt, welche zusätzlich noch einen halben Bierkasten (11er-Kasten) aufnehmen konnte. Hierdurch war dann auch eine Geländegängigkeit und gute Überquerung von Bordsteinkanten gewährleistet.

Diese Ausbaustufe wurde einige Jahre erfolgreich eingesetzt. Alle Boxen waren stapelbar im Format 40x30cm und das System war mit der Hauptbox und der Bass-Extension-Box so modular, dass für kleinere Ausflüge auch nur die Hauptbox mitgenommen werden konnte. Bei gemäßigter Lautstärke war eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden möglich. Eigentlich gab es kein Verbesserungspotential mehr, bis jemand auf die Idee kam und meinte "bau doch mal etwas, das selber fährt".

Musikbox mit Bass-Extension und Transportbox auf Sackkarre
Ausbau mit Sackkarre

Version 3.5 / Netbox

Die Musikboxen und der Transport-Unterbau waren soweit ausgereift. Seit Version 3.2 war ein Netbook als Musikquelle mit dabei. Nachdem bei einer Semesterfahrt das Gehäuses des Netbook beschädigt wurde, bekam es ein neues Zuhause in einer Box-würdigen Kiste.

Neben dem Akku wurde auch das externe Ladegerät integriert, so dass zum Laden nurnoch ein Kaltgerätekabel an externem Zubehör benötigt wurde. Natürlich konnte das gleiche Kabel abwechselnd zum Laden der Musikbox sowie der Netbox verwendet werden. Der originale 20V-Stromeingang konnte aber weiterhin via Umschalter genutzt werden z.B. für die Verwendung mit einem KFZ-Netzteil.

Der Deckel der Kiste öffnete mit einer Gasdruck-Feder. Die Front mit Anschlüssen und Knöpfen konnte durch einen Einschub verdeckt werden, welcher durch den geschlossenen Deckel fixiert wurde. Da die Netbox primär zur Musikwiedergabe verwendet wurde bekam sie dedizierte Hardwareknöpfe zur Musiksteuerung. Hierfür wurden die Knöpfe an Anschlüsse für die Multimedia-Tasten eines USB-Tastaturcontrollers gelötet. Das auf den Bildern zu sehende Trageseil ist ein schönes Relinkt aus den Zeiten der ersten und zweiten Box.

Netbook in Holzbox geschlossen
Netbox geschlossen
Netbook in Holzbox geöffnet
Netbox geöffnet
Netbook in Holzbox: Front mit Knöpfen zur Musiksteuerung
Netbox Front
Rückseite des Schaltpanels mit Verkabelung der Multimedia-Tasten
Verkabelung der Multimedia-Tasten
Alle Boxen auf der Sackkarre
Finale Form der 3er-Reihe

Version 4.0 / BoxCar 1.0

Die Grundidee war, ein fernsteuerbares Fahrzeug mit integrierten Musikboxen zu bauen. Um den Aufwand für das Fahrzeug in Grenzen zu halten wurde auf ein Kinderelektroauto zurückgegriffen. Hierdurch war Fahrwerk, Bereifung, Lenkung und Fernsteuerung bereits ein fertiges Set, auf dem im Grunde nur noch eine Karosserie aufgsetzt werden musste. Um ein Durchkommen in Zügen, Bussen und S‑Bahnen zu ermöglichen sollte die Fahrzeugbreite maximal 60cm betragen. Auf die Karosserie traf dies auch zu, die Räder standen allerdings seitlich vor, so dass die Gesamtbreite größer war und nicht alle Durchgänge in Zügen der Deutschen Bahn passiert werden konnten.

Eine große Neuerung waren die zwei getrennten Einzelboxen, die einen Platz auf dem Fahrzeug hatten, aber auch abgenommen werden konnten. Sie wurden über Kabel mit dem Fahrzeug verbunden, die auch im aufgerollten und aufgeladenen Zustand angeschlossen bleiben konnten. Akkus und Audio-Verteilung befanden sich jedoch im Fahrzeug. Die Satelliten-Boxen waren sogesehen passive Mono-Boxen. Über ein einzigen Verbindungskabel mit mehrpoligem Stecker wurde sowohl Strom als auch Audio in Stereo übertragen. Jede Box hatte einen Umschalter und eine kleine Anzeige um zwischen den beiden Kanälen zu wechseln.

Die Lautsprecher und Verstärker wurden von der letzten Version wiederverwendet, alle Lautsprecher waren nun in der Front der Boxen eingebaut. Da die Boxen jeweils über 5 Meter Kabel verfügten konnten sie relativ frei aufgestellt werden und boten somit eine idealle Beschallung. Der Lautsprecher aus der Bass-Extension-Box wurde im Heck des Fahrzeuges untergebracht. Ein guter Kompromiss hinsichtlich des verfügbaren Platzes.

Kinderelektroauto
Basisfahrzeug
Planzeichnung
Gehäuseplanung
Rohbau ohne Farbe der Box 4.0
Konstruiert und unlackiert

Die Stromversorgung bestand aus zwei separaten Akku-Stromkreisen. Ein Stromkreis zum Fahren und einer für die Musikanlage. Die Akkus konnten einzeln oder zusammen geladen werden. Weiterhin konnten die Akkus einzeln ein und aus geschaltet sowie die Stromkreise dahinter gebrückt werden. Die 12V-Buchse als auch der Wechselrichter auf 230V konnten jeweils wahlweise auf den ersten oder den zweiten Akku-Stromkreis geschaltet werden. Hierdurch ergab sich eine große Flexibilität in der Stromverschaltung: So konnte z.B. abwechselnd jeweils ein Akku geladen, und der andere für die Musikwiedergabe verwendet werden ohne den 50Hz-Brumm vom Ladegerät in den Boxen zu haben.

Ebenfalls neu war das integrierte Mischpult welches neben dem zusammenmischen mehrere Eingänge auch eine einfache Steuerung der Gesamtlautstärke bot. Eine Funktion die in den ersten beiden Versionen vorhanden war, in Version 3.0 bei Verwendung des AUX-Eingang aber wieder fehlte.

Front mit Satellitenboxen
Front
Hack mit Basslautsprecher unter der Ladefläche integiert
Heck mit Tieftonlautsprecher
Stromsteuerung
Stromsteuerung im Heck
Frontansicht des Fahrzeugs mit leuchtenden Front-Scheinwerfern
LED-Scheinwerfer
Satellitenbox mit Farbe
Boxen mit Farbe
Satellitenbox mit Farbe
Boxen mit Farbe

Zunächst wurde die Holzkiste von Version 3.0 als Transport-Kiste weiterverwendet. Hierzu wurden die ehmaligen Boxenlöcher mit Resten aus dem gleichen PVC-Material verschlossen. Später wurden die Kiste durch leichtere Euroboxen mit Deckeln ersetzt.

Box Version 4.0 im Zug
Box 4.0 im Einsatz
Box 4.0 mit Euroboxen

Version 4.1 / BoxCar 1.0

Wie sich beim Bau herausstellte benötigte das Mischpult trotz 12V-Steckernetzteil wirklich Wechselspannung da es intern sowohl eine positive als auch negative Spannung gegenüber Masse benötigt.
Im ersten Bauabschnitt wurde das Mischpult als Notlösung mit dem Steckernetzteil über den 230V-Wechselrichter betrieben. Da diese Notlösung aber nicht effizient war, wurde sie durch einen Traco DC/DC-Wandler mit 84% Wirkungsgrad und sehr geringem Grundverbrauch ersetzt.

Ein neues Autoradio sollte die Musikwiedergabe von einer MicroSD-Karte oder USB-Stick als auch via Bluetooth ermöglichen. Die Zeit der CDs war zu Ende, Radio wurde sowieso selten gehört und Flash-Speicher wurde bezahlbar. Außerdem ging der Trend hin zur Musikwiedergabe vom Handy, wodurch AUX und Bluetooth die präferierten Audioeingänge wurden.

Schwachstellen der 4er-Baureihe

Die Box war trotz ihrer Schwachstellen ca. 3 Jahre im Einsatz. Ein Teil der Schwachstellen beruhte auf der Fahrzeugbasis, der andere Teil auf dem Gesamtkonzept, dass Boxen und Fahrzeug eine feste Einheit bildeten. Die diversen Schwachstellen führten letztendlich dazu, das Projekt wiedereinmal neu aufzulegen. Diesmal sollten alle guten Ideen fortgeführt und Schwachstellen ausgebessert werden.

Schwachstellen im Detail:

Demontage:

Halb zerlegte Box 4.0 (von der Seite)
Demontage #1
Halb zerlegte Box 4.0 (von oben)
Demontage #2
Holzbrett mit "Box 4.0"-Aufschrift verbrennt im Feuer
Das finale Ende (06.2017)

Version 5.0

Die Entwicklung von Musikboxen und Fahrzeug teilt sich an dieser Stelle in zwei parallele Entwicklungsstränge. An dieser Stelle wird zuerst die Entwicklung der Musikboxen beschrieben. Die Entwicklung des Fahrzeuges wird weiter unten unter BoxCar 2.0 beschrieben.

Der finale Stand von technischen Daten & Funktionen der Musikbox ist bereits weiter oben beschrieben.

Die erste Iteration der erfolgreichen 5er-Versionsreihe stellte die Grundfunktionen bereit, welche in den nächsten Iterationen noch ergänzt werden sollten. Die 5er-Bausreihe befindet sich nach wie vor im Einsatz.

Um die Schwachstelle der festen Kopplung zwischen Fahrzeug und Musikboxen aus Version 4.0 auszubessern und gleichzeitig den Vorteil von separaten Boxen zu erhalten, wurden zwei weitestgehend identische Exemplare gebaut, welche untereinander verbunden werden können. Durch den identischen Aufbau ist keines der Exemplare eine Masterbox und beide Boxen können auch separat und unabhängig von einander verwendet werden. Durch die Entkopplung von Musikboxen und Fahrzeug konnte die Entwicklung separat von einander ablaufen, was sich im Nachhinein als großer Pluspunkt herausstellte, da sich die Entwicklung des Fahrzeugs erheblich verzögerte.

Als Gehäusematerial wurden 18mm Siebdruckplatten verwendet. Hierdurch sind die Boxen sehr solide und auch gegen leichte Feuchtigkeitseinwirkung gewappnet. Die Anordnung der Platten in der Kistenkontruktion wurden explizit auf eine Belastung von oben (Sitzplatz) ausgelegt. Hierzu wurden ebenfalls Sitzpolster mit Rastkanten angefertigt. Im Gegensatz zu allen vorherigen Boxen im 40x30x30cm-Format stehen bei dieser Version keinerlei Elemente aus dem Kistenmaß hervor (auch keine Lautsprecherblenden oder sonstige Buchsen).

Bei dieser Version handelt es sich um eine vollständige Neuentwicklung, die keine relevanten Komponenten der vorherigen Versionen wiederverwendete. Die Verstärker wurden durch analoge Magnat KFZ-Verstärker ersetzt. Der Wirkungsgrad dieser Verstärker ist zwar etwas niedriger als bei den kleinen Class-D Verstärkern, dafür funktionieren Sie auch bei etwas niedrigerer Batteriespannung und gemäßigter Lautstärke noch gut. Ein weiterer Vorteil ist die komplementäre Gegentaktendstufe, welche bei 4Ω an 12V mehr Leistung rausholen kann.

Gesamtansicht
Front
Terminals am Verstärker entfernt/verschlossen

Für die Lautsprecher kommt ein fertiges Drei-Wege-System von Pioneer zum Einsatz, welches sich an der nach innen versenken kurzen Front der Box (30x30cm) befindet. Die Bedienelemente an der Front wurden auf ein Minimum reduziert: AUX-Buchsen, Strom-Buchse, Schalter und Sicherung.

Die Verstärker wurden außen an der ebenfalls nach innen versenken Rückwand angebracht, so dass diese nicht hervorstehen. Hierdurch sind die Kühlkörper sowie Bedienelemente der Verstärker von außen zugänglich. Nicht benötige Anschlüsse wie die Strom- und Lautsprecher-Terminals wurden entfernt und die Kabel direkt an der Platine angebracht. Die Umlegung dieser Anschlüsse diente zum einen dem Schutz vor Kurzschlüssen an diesen Terminals, erlaubte auf der anderen Seite aber auch diese Gehäuseöffnungen später für weitere Funktionen zu nutzen.

Sitzpolsterbezug
Box mit Sitzpolster

Die Box wurde als hermetisch verschlossenes System geplant, um ein Eindringen von Dreck und Feuchtigkeit zu verhindern. Dabei stellte sich herraus, dass die Öffnung durch die Strombuchse die Musikwiedergabe veränderte. Zu diesem Zweck wurden Stopfen zum Verschließen der Strombuchen mittels 3D-Druck hergestellt. Hierbei wurde die Form des Steckers nachempfunden. Durch die Verwendung von O-Ringen halten die Stopfen in der Buchse und dichten diese richtig ab.

Skizze Stopfen
3D-gedruckte Stopfen
Stopfen in Strombuchse

Version 5.1

In der ersten Iteration waren die Verstärker direkt mit der Batterie verbunden und wurden über die REM-Leitung mit dem Schalter an der Front eingeschaltet.

Leider stellte sich heraus, dass in dieser Konstellation Leckströme fließen die bei längerer Lagerung die Akkus entleeren.
Als erster Fix wurden mechanische Schalter hinzugefügt, welche die Verstärker vollständig vom Strom trennten.

Schalter zur Trennung zwischen Akku und Verstärker

Version 5.2

Bisher wurden die Akkus über die 12V-Buchsen mit einem externen Ladegerät geladen, nun wurde in jede Box ein eigenes Ladegerät integriert. Hierdurch konnte die externe Box mit Ladegerät durch ein simples Eurokabel ersetzt werden. Der Hotfix mit den Schaltern aus Version 5.1 wurde durch MosFETs ersetzt, so dass die Boxen wieder über einen einzigen Einschalter verfügten. Auf der Rückseite wurden zusätzlich digitale Spannungsanzeigen integriert, so dass der Akkustand jederzeit überwacht werden kann.

Wir sind mittlerweile in der Smartphone-Zeit angelangt, und andere Audioquellen sind gänzlich verschwunden. Der Einbau eines Bluetooth-Moduls wurde also obligatorisch.

Eurobuchse und Bluetooth-Modul
Anschluss des Ladegeräts
Interne Verkablung
Akku und Ladegerät
MosFET als Schalter
Rückseite beim Laden
Spannungsanzeige

Version 5.3

Wenn bereits die Verbindung von Smartphone und Box kabellos via Bluetooth erfolgt, sollten auch die beiden Boxen untereinander kabellos verbunden werden können.

Der erste Versuch erfolgte mit 2,4GHz AV-Transmittern aus dem Drohnen-Zubehör. Leider waren die Dinger totaler Schrott und übertrugen zudem das Signal analog was zu Rauschen führte. Dieser Ansatz wurde direkt wieder verworfen.

Auf der weiteren Suche nach digitalen Audio-Transmittern fanden sich Gitarren-Transmitter im 700MHz-Band. Die Reichweite war letztendlich durch die Positionierung der Transmitter (und damit auch deren Antennen) im inneren der Verstärker-Gehäuse auf der Rückseite auf lediglich 1‑2 Meter begrenzt – zu wenig für den praktischen Einsatz.

Eine spätere Verlegung der Antennen auf die Außenseite in 05.2020 ergab letztendlich auch nur einen Meter Reichweite-Zugewinn (In der Summe waren es nun ganze drei Meter – immer noch viel zu wenig). Letzendlich war diese Iteration ein Fehlschlag.

Einbau der Funkmodule
Knöpfe zur Steuerung der Funkmodule
Externe Antennen
Externe Antennen

Version 5.4

Nach erneuter umfangreicher Recherche stoß ich schließlich auf eine Funktion im Bluetooth-Standard mit dem Namen TrueWirelessStereo (TWS). Mit dieser Funktion werden mehrere Musikboxen über eine einzige Bluetoothverbindung mit einem Bluetooth-Sender verbunden. Ein TWS-Master empfängt dabei das Bluetooth-Signal und sendet es über eine sekundäre Verbindung weiter an den TWS-Client – genau die Funktion die ich seit Jahren gesucht habe. Mittlerweile steckt diese Funktionalität in allen kabellosen Bluetooth-Ohrstöpseln.

Bei der Suche nach passenden Modulen auf AliExpress fand ich dann Beken8008-Module die Paarweise mit TWS-Funktion angeboten wurden. Leider hatten letztendlich auch diese Module im eingebauten Zustand eine bescheidene Reichweite von unter 5 Metern.

Im Sommer 2019 war eines der Ladegeräte durchgebrannt. Die Ursache waren vermutlich kalte Lötstellen an den MosFETs die möglicherweise durch Erschütterungen entstanden sind. Weiterhin war aufgefallen, dass die Schaltung des Massepols der Verstärker mittels N‑Kanal‐MosFETs bei der Verbindung beider Boxen mit einem Stromkabel und einem Audiokabel zu unerwünschten Nebeneffekten führt. Da die 12V‑Buchsen an sich passiv sind, sind sie über die Sicherung direkt mit der Batterie verbunden. Die Verbindung des Stromkabels läuft also am MosFET vorbei. Da die Verstärker jeweils direkt an den Pluspol angeschlossen sind, ergibt sich hierdurch ein gemeinsamer Pluspol über beide Boxen. Der über den MosFET getrennte Massekontakt wird in dieser Konstellation aber über die Masse des Audio-Kabels geschlossen. Das führt zu dem Effekt, dass beim Einschalten einer Box die zweite ebenfalls einschaltet. Allerdings fließt dabei der Strom einer Box über die Masse des Audio-Kabels. Da die unsymetrischen Audio-Eingänge in dem System eine gemeinsame Masse erzeugen, ist die einzige Lösung dieses Problems das Schalten des Pluspols mit einem P‑Kanal‐MosFET.

Einbau der Beken8008 Bluetooth-Module
Durchgebranntes Ladegerät
MosFET-Beine über Litzen angeschlossen

Version 5.5

Bei der Recherche, ob die Bluetooth-Module umbenannt werden können (damit nicht beide Boxen den identischen Namen "BT-AUDIO" haben) kam letztendlich heraus, dass die initial eingesetzten Bluetooth-Module von CSR, welche ja auch über eine gute Reichweite verfügen, sehr umfangreich konfiguriert werden können. Unter der langen Liste der Funktionen fand sich Schließlich auch TWS. Nach mehreren Jahren von erfolglosen Versuchen, lag die Lösung am Ende nur einen SPI-Programmieradapter von CSR für etwa 20€ entfernt. So konnten die Bluetooth-Module umbenannt und TWS freigeschaltet werden.

Bei dieser Aktion wurden auch die bestehenden Knöpfe, die in den letzten beiden Versuchen für die Modulsteuerung eingebaut wurden, an das Bluetooth-Modul angeschlossen. Mit den Knöpfen kann nun die Musik gesteuert werden (Play, Pause, Weiter, Zurück, Leiser, Lauter) als auch das TWS-Peering und das normale Bluetooth-Peering gesteuert werden.

Bluetooth-Modul Programmierung:

Auch wenn die Programmierung (eigentlich ist es eine Konfiguration) über ein GUI-Programm läuft, kann es dennoch zu Problemen kommen. Nur weil man zwei optisch und von der Hardware gleiche Module in China gekauft hat, heißt das noch lange nicht, dass dort die gleiche Konfiguration drin steht. Nachdem ein Modul fertig eingerichtet war und auch funktionierte, dachte ich, es wäre gut, einen Dump von der Konfiguration zu erstellen und in das zweite Modul einzuspielen. Dies funktionierte natürlich prompt nicht, weil dann kein Ton mehr von dem Modul nach draußen kam.

Kurzer Exkurs: Die große Modulplatine hat einen AUX-Eingang, und mittels eines Relais wird zwischen diesem AUX-Eingang und dem Ausgang des Bluetooth-Modules umgeschaltet. Dieses Relais muss von dem Bluetooth-Modul angesteuert werden.

Nun wurde der GPIO-Pin zur Relais-Steuerung (PIO6) bei einem Modul über die LED-Konfiguration angesteuert, und bei dem anderen Modul über die interne Funktion "PIO to enable when build-in codec is enabled". Man sollte doch meinen, dass in einem Dump auch dieser Teil der Konfiguration enthalten ist, ist er aber nicht, weil es zwei Config-Tools gibt: Das ConfigTool bietet grafischen Zugriff auf einen Großteil der Funktionen (aber eben nicht alles). Das PSTool (Persistent Storage) bietet Zugriff auf alle Speicher-Register (also z.B. auch auf die MAC-Adresse), dafür gibt es aber nur eine kurze Beschreibung über die Bedeutung der Bits der einzelnen Register, jedoch keine hierarchisch übersichtliche Struktur. Der Dump vom PSTool ist vollständig, der Dump vom ConfigTool enthält scheinbar nur die Werte, welche auch mit dem Tool gesetzt werden können. Letzendlich verhalf das fehlende Knacken des Relais sowie ein Vergleich der PSTool-Dumps beider Module zur Lösung.

Anschluss Programmieradapter
Anschluss Programmieradapter mit Buchse
Anschluss für Bedienknöpfe
CSR USB-SPI Programmieradapter
Anschluss-Diagramm CSR64215
TWS-Einstellungen im CSR ConfigTool

Antennenrausführung:

Vorbereitung Antennenrausführung
Pigtail mit RP-SMA
Vorbereitung Antennenkabel
Anlöten des Antennenkabels
Antennenanschluss an der Außenseite
Antenne an der Außenseite

Bedienelemente & Anleitung:

Bedienknöpfe an der Außenseite
Bedienungsanleitung: Nachansicht Ladeanschluss
Bedienungsanleitung: Nachansicht Kanalwahl
Bedienungsanleitung auf der Rückseite

BoxCar 2.0

Der letzte Stand der technischen Daten & Funktionen des BoxCar 2.0 sind bereits weiter oben beschrieben.

Der Bau begann zeitgleich mit den Musikboxen im Sommer 2016, zog sich aber letztendlich mit einigen Pausen und etlichen technischen Herausforderungen bis ins Jahr 2022. Da es zwischendurch keine abgeschlossenen Zwischenversionen gibt, erfolgt die Dokumentation hier in Form eines Tagesbuchs.

Eine vollständige Liste aller Eigenschaften ist bereits oben im Abschnitt Technische Daten & Funktionen zu finden.

18.06.2016
Erste Begutachtung der Motoren
02.08.2016
- 03.08.2016
Bau des inneren Skelett
06.08.2016
Vorbereitung Motor/Rad-Halterungen
10.08.2016
Sperrholz-Zuschnitt für die Verkleidung
12.08.2016
Montage von Trittblechen und Verkleidung
16.10.2016
- Dezember 2016
Getriebe ohne Freilauf / Planung & Anfertigung
17.12.2016
Fertige Getriebe ohne Freilauf
Reinigung der Motorgehäuse und Einbau der Getriebe mit neuen Zahnrädern/Kugellagern
Einspeichung der Motoren in die Felgen und Montage von Schläuchen und Mänteln
26.06.2018
Umlaufende Leiste: Fertigstellung Ladefläche
28.06.2018
Einbau der 32 softwaregesteuerten LEDs
Fertigstellung Unterboden
21.07.2018
Powerpack (Version 1)
22.07.2018
Einbau der Räder/Motoren
23.07.2018
Verkabelung (rechts)
05.09.2018
Hauptplatine (Version 1)
07.09.2018
Bestückung der Platine
14.09.2018
Montage der Hauptplatine & Verkabelung (links)
Verkleidung (Teil 2)
19.09.2018
- Dezember 2018
Softwareentwicklung
18.06.2020
Bestückung LED-Controller
25.06.2020
Powerpack (Version 2)
28.06.2020
Einbau Rückwand
Einbau weiterer Schalter zur Bedienung
Hauptplatine (Version 2)
30.06.2020
Einbau ESP8266 (für WiFi-Steuerung)
13.07.2020
Powerpack 2.1: Optimierung Verkabelung
& Wechsel auf P-Kanal-MosFETs (statt N-Kanal)
Motorcontroller #2
08.08.2020
Analyse JY01-Motorcontroller (Anlaufdrehmoment)
24.09.2020
NFC-Tags & QR-Codes
24.02.2021
Motorcontroller #3
Mechanischer Master-Switch am Powerpack
03.2021
Zurrmulden in Front
26.03.2021
- Mai 2021
Softwareentwicklung
10.04.2021
Drehzahlmesser hinzugefügt
Powerpack 2.2: Optimierung Anschlüsse
04.08.2021
Freilaufdioden für die MosFETs
06.08.2021
Powerpack 2.2b: Optimierung Anschlüsse
26.03.2022
Separate Bremssteuerleitungen
12.05.2022
Piezo-Sirene als Tongeber/Hupe
13.06.2022
Motorcontroller #4

Erste Begutachtung der Motoren

Von außen
Planetengetriebe
Wicklungen

Bau des inneren Skelett

Material
Jede Menge Material
Schrauben und Winkel
Schrauben und Winkel
Schrauben und Winkel
Schrauben und Winkel
Skelett fast fertig
Skelett fast fertig

Vorbereitung Motor/Rad-Halterungen

Motorhalter
Motorhalter (links) / Radhalterungen (rechts)

Sperrholz-Zuschnitt für die Verkleidung

Montage von Trittblechen und Verkleidung

Getriebe ohne Freilauf / Planung & Anfertigung

Fertige Getriebe ohne Freilauf

Getriebeplatte ohne Freilauf
Neue Zahnräder und Lager
Montage Planetenräder

Reinigung der Motorgehäuse und Einbau der Getriebe mit neuen Zahnrädern/Kugellagern

Vor der Reinigung
Vor der Reinigung
Nach der Reinigung
Montage am Motor

Einspeichung der Motoren in die Felgen und Montage von Schläuchen und Mänteln

Umlaufende Leiste: Fertigstellung Ladefläche

Einbau der 32 softwaregesteuerten LEDs

Fertigstellung Unterboden

Powerpack (Version 1)

Motorcontroller auf Kühlkörpern
Sicherungen und KFZ-Strombuchse
Akkus im Pack
Verkabelung
Eingebaut in den Rumpf

Einbau der Räder/Motoren

Kürzung der Hutmutter
Einbautiefe passt

Verkabelung (rechts)

Hauptplatine (Version 1)

Vorbereitung für das Tonertransfer-Verfahren
Fertig geätzt

Bestückung der Platine

Bestückung
Verlöten

Montage der Hauptplatine & Verkabelung (links)

Verkabelung der Platine
Kabelbaum

Verkleidung (Teil 2)

Verkleidung links Seite
Teile für die Handy-Schale...
...zusammengesteckt...
...und montiert.
Stromanschlüsse und Sicherungen (von innen)
Stromanschlüsse und Sicherungen (von außen)

Bestückung LED-Controller

Unterseite
Oberseite

Powerpack (Version 2)

Einbau Rückwand

Einbau weiterer Schalter zur Bedienung

Hauptplatine (Version 2)

Diesmal mit Flashport... Der ließ sich zwar auf der ersten Platine noch nachrüsten, aber nachdem der ATMega durchgebrannt war, war dann auch der Zeitpunkt erreicht, die Platine einmal neu zu gestalten.

Oberseite
Unterseite
Flashport rausgeführt

Einbau ESP8266 (für WiFi-Steuerung)

ESP8266 mit Levelshifter
Neben Hauptplatine
Flashport nach außen geführt
Levelshifter zwischen Atmega und ESP8266
Levelshifter zwischen Atmega und ESP8266

Powerpack 2.1: Optimierung Verkabelung & Wechsel auf P-Kanal-MosFETs

Motorcontroller #2

Analyse JY01-Motorcontroller (Anlaufdrehmoment)

Erste Tests mit den Motorcontroller wurden immer nur im aufgebockten Zustand durchgeführt. D.h. der Motor musste kein Anlaufdrehmoment erzeugen und der Controller kann problemlos im Blindflug ohne Hall-Sensoren den Motor ansteuern. Steht die Box auf den Rädern, wird ein weitaus höheres Anlaufdrehmoment benötigt. Bei niedrigen Drehzahlen (also im Stand und beim Losfahren) bekommt der Controller aber auch kein messbares Back-EMF, so dass er im Grunde raten muss. Nach dem Studium des chinesichen Datenblattes (mittels Google-Translate) und Analyse der Schaltung konnte der Teil des Controllers ermittelt werden, welche für die Einstellung des Anlaufdrehmoments zuständig ist (siehe Bild). Der Spannungsteiler war aber mit 0,33V schon am unteren Ende des Regelbereichs (etwa 0,1V - 4V) eingestellt (niedrigere Spannung = höheres Anlaufdrehmoment), so dass kaum etwas verbessert werden konnte.

Diese Motorcontroller sind für meinen Anwendungsfall also nicht geeignet (zumindest schonmal nicht, wenn man Motoren ohne Hall-Sensoren hab). Für Anwendungsfälle wo keine Last beim Motorstart anliegt (z.B. Propeller) würden diese Controller sicher geeigneter sein.

Spannungsteiler auf Motorcontroller zur Steuerung es Anlaufdrehmoments

NFC-Tags & QR-Codes

QR-Codes für die Verbindung zum WLAN und mit der URL des Webinterfaces zur Steuerung. Neben den aufgedruckten QR-Codes gibt es auch noch einen Satz NFC-Tag-Karten die neben den QR-Codes die gleichen Informationen auch nochmal via NFC bereitstellen.

QR-Codes auf der Box
NFC-Tags zur schnellen Verbindung

Motorcontroller #3

Anschlussdiagramm Aliexpress & Controllervarianten
Anschluss im Powerpack
Ein Haufen Kabel
Test-Poti

Mechanischer Master-Switch am Powerpack

Zurrmulden in Front

Drehzahlmesser hinzugefügt

Powerpack 2.2: Optimierung Anschlüsse

Bisher waren einzelne Schalter und Funktionen jeweils über separate Stecker mit dem Powerpack verbunden. Beim ausbauen der Strombox mussten immer viele Steckverbindungen richtig zusammengesteckt werden. Neben dem Potential etwas zu vergessen konnten die ganzen losen Kabel auch leicht zerquetscht und beschädigt werden. Zu diesem Zweck wurde eine Platine mit Vielpoligem Molex-Stecker angefertigt. Bis auf die Anschlüsse zu den Motoren und Sicherungen/KFZ-Buchsen (also alles was sehr viel Strom führen kann) laufen nun alle Verbindungen über diesen Stecker.

Freilaufdioden für die MosFETs

Schaltplan
MosFETs und Freilaufdioden
Schaltung auf Lochraster

Powerpack 2.2b: Optimierung Anschlüsse

Der Anschluss der kleinen Drähte direkt in den Steckkontakten des Molex-Steckers erwies sich schnell als ein Problem. Die Kabel waren eigentlich zu klein um direkt in die Kontakte gecrimpt zu werden und hielten auch der Belastung stand wenn man an dem Stecker gezogen hat. Also musste auch dieser Part erneut überarbeitet werden. Diesmal aber richtig solide. Alle Kabel wurden farblich nach Funktion kodiert und hatten nun auch den richtigen Querschnitt zum Krimpen. An dem Ende des 0,5m langen Anschlussstück wurden die alten Kabel angelötet, erst einzeln mit Schrumpfschlauch isoliert, dann nocheinmal zu Sicherung als ganzes in Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Die Verbindungstelle wurde mit Kabelbindern im Rumpf der Box fixiert, so dass keine Zugbelastung auf dem Kabelbaum entstehen kann.

Vorbereitung der einzelnen Kabel
Verkrimpt und im Stecker
Lötanschluss-Ende

Separate Bremssteuerleitungen

Für manche Rangier-Manöver (engerer Kurvenradius) kann es praktischer sein, wenn das Fahrzeug die Räder einzeln bremsen kann. Bisher gab es nur eine gemeinsame Leitung zur Steuerung der Bremsfunktion der Motorcontroller. Die direkten Anschlüsse am Atmega waren mittlerweile auch erschöpft, so dass hier garkein Pin mehr für weitere Ausgänge verfügbar war. Es gab lediglich drei ungenutzte Bits auf einem 8bit-Shiftregister, welches bisher das LCD-Display und die Blinker-LEDs im Bedienelement steuert.

Die Verkabelung war leider nicht direkt Strait-Forward, ließ sich aber zum Schluss doch lösen. Erster Denkfehler: Logisch-1 ist High-Level – Ist es nicht weil die Shiftregister Open-Drain-Ausgänge haben. Zweiter Denkfehler: Das kann man in Software korrigieren – Kann man nicht, da die Ausgänge bei Logisch-0 garkein Potential haben. Dritter Denkfehler: Dann braucht man einen Pull-Up-Widerstand – Das Funktioniert aber nicht wenn die zu steuernde Elektronik am anderen Ende einen Pull-Down-Widerstand hat. Dann hat man nur etwa die halbe Spannung (bzw. das Verhältniss der beiden Pull-Up/Down-Widerstände) Lösung des Problems: Da muss noch ein Transistor zwischen.

Rausführung der letzten ungenutzen Bits des Shiftregisters

Piezo-Sirene als Tongeber/Hupe

Piezo-Sirene

Motorcontroller #4

FlipSky VESC FSESC6.7 Mini PRO